Die Pfarrkirche "St. Ulrich"


Pfarrkirche St. Ulrich außen

Pfarrkirche St. Ulrich innen

Orgel

Die Kirche

Der heutige Bau der Kirche "St. Ulrich" stammt aus dem 15. Jahrhundert. 1494 wurde er vom Augsburger Weihbischof Johannes eingeweiht. Im Jahre 1728 wurde die Kirche dann durch den Ustersbacher Baumeister Joseph Meitinger restauriert. Das Gebäude wurde um 3,50 m verlängert, es bekam neue Fenster und eine neue, mit Stuck verzierte Decke. Auch der Turm wurde erhöht von 25 m auf beachtliche 45 m. 1793 wurde die Kirche abermals nach Westen verlängert und 1824 erneuerte Zimmermeister Franz Anton Funk die Kuppel und das Satteldach. 1965 erfolgte für 45.000 DM eine Außenrestaurierung. 124.000 DM fielen bei Restaurierungsarbeiten 1991 an. Der lichtdurchflutete Innenraum der Kirche ist 25,20 m lang und 7,53 m breit. Der Chor hat eine Höhe von 6,80 m, das Schiff ist 7,53 m hoch. Die Decke ist mit Stuck verziert, dazwischen sind Gemälde. Gegenüber dem Altarraum befindet sich eine Doppelempore mit vorschwingenden Brüstungen, die 1780 eingebaut wurde.


Eine der ältesten Glocken im Landkreis?

Eine der vier Glocken im Oberschöneberger Kirchtum dürfte zu den zwölf Glocken im Landkreis Augsburg zählen, die noch aus der Zeit vor 1500 vorhanden sind. Die Tatsache, dass diese Glocke glatt und schmucklos ist, deutet auf eine Entstehung im 13. / 14. Jahrhundert hin. Es handelt sich dabei also um eine der ältesten Glocken im Landkreis Augsburg. Das Geheimnis um die Entstehung dieser Glocke wird sicherlich nicht mehr gelöst werden; interessant ist allerdings die Feststellung im Pfarrvisitationsbericht aus dem Jahre 1775: "Die kleine Glocke soll nach Aussage uralter Männer vom Hl. Ulrich selbst geweiht worden sein und heißt bis jetzt "St. Ulri-Glöcklein", welches ist eines wunders Gewalt in Gefahr des Ungewitters."


Die Orgel

Im Jahre 1987 wurde von Orgelbaumeister Max Offner als Ersatz für die 1841 gebaute Orgel eine neue Brüstungsorgel mit 1039 Pfeifen errichtet. Bildschnitzer für den Orgelprospekt waren Karl-Heinz Torge aus Ried und der Kunstmaler Walter Hagen aus Burtenbach. Die Kosten beliefen sich auf 195.000 DM. Die Orgel wurde 1987 durch den Augsburger Weihbischof Max Ziegelbauer geweiht.


nach: Franz Wirth sen., Chronik der Gemeinde Oberschöneberg



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